Heidenheimer Hospiz Barbara

2018 entsteht in Heidenheim ein stationäres Hospiz. Dieses wird neben dem Pflegeheim St. Franziskus sein, Träger wird die Stiftung Haus Lindenhof sein. Mit dem Hospiz erhält Heidenheim die Möglichkeit Sterbende und ihre Angehörigen professionell zu begleiten, wenn das Sterben im eigenen Zuhause nicht mehr möglich ist.
Das Hospiz wird den Namen "Heidenheimer Hospiz Barbara" erhalten. Der Hospizname setzt sich somit aus 2 Teilen zusammen. Er basiert zum einen auf dem Wunsch der Heidenheimer einen Bezug zu ihrem Heimatort herzustellen. Zum anderen bildet die heilige Barbara die Grundlage des Hospiznamens:

Barbara lebte im 3. Jahrhundert in Nikomedia in Kleinasien. Sie war die Tochter eines reichen Kaufmanns. Als sie sich zum christlichen Glauben bekehrte, war ihr Vater so enttäuscht, dass er sie anzeigte. Sie wurde daraufhin gefangen genommen und kam ins Gefängnis. Auf dem Wege dorthin verfing sich ein Kirschenzweig in ihrem Kleid. Den stellte Barbara in ihrer Zelle in einen Krug mit Wasser. An dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde, blühte der Zweig auf. „Du schienst wie tot“, sagte Barbara zu dem Zweig. „Aber du bist aufgeblüht zu schönerem Leben. So wird auch mein Tod der Anfang eines neuen, ewigen Lebens sein.“

Aus der Legende entwickelte sich in Deutschland ein alter Brauch: Am Barbaratag werden
Obstzweige geschnitten und ins Wasser gestellt. Sie begleiten wie ein Kalender durch die Adventszeit und erblühen zu Weihnachten. Damit erinnern sie sowohl an die Geburt, als auch an die Auferstehung Jesu Christi. Auch das Heidenheimer Hospiz schlägt mit seiner Namenswahl Barbara eine Brücke vom Tod zum Leben. Der Tod steht am Ende eines jeden menschlichen Lebens und ist besonders in einem Hospiz allgegenwärtig spürbar. Barbara und ihre Zweige erinnern uns aber daran, dass der Tod nicht das Ende unseres Daseins bedeuten muss, vielmehr kann der Tod auch der Beginn eines neuen Lebens sein. Die Hoffnung eines neuen Lebens möchte der Name „Barbara“ für das Hospiz in Heidenheim spürbar und erlebbar machen.