Hohe Auszeichnung für Eva Glock und Kurt Keller

Quelle: J. Weißenstein

Persönlichkeiten, die sich über einen langen Zeitraum an herausragender Stelle für das kirchliche und gesellschaftliche Leben ehrenamtlich engagiert haben, werden von der Evangelischen Kirche mit der Medaille geehrt, die nach dem Reformator Johannes Brenz benannt ist. Diese Ehrung mit der Brenzedaille wurde im Rahmen der evangelischen Bezirkssynode und im Auftrag von Landesbischof Dr. July zwei Personen zuteil: Frau Eva Glock und Bürgermeister a.D. Kurt Keller.

Quelle: J. Weißenstein

In seiner Laudatio wies Dekan Dr. Karl-Heinz Schlaudraff darauf hin, dass Frau Glock sich seit Jugendjahren in den jeweiligen Kirchengemeinden vielfältig engagiert hat. In Heidenheim galt und gilt weiterhin ihr Einsatz dem Weltladen und der Partnerschaft mit Kamerun, seit einigen Jahren als Vorsitzende des Arbeitskreises. Der Dekan wörtlich: „Dem Einsatz für ein faires Miteinander in der einen Welt weiß sich Frau Glock zutiefst verpflichtet – in der Verantwortung vor Gott, der jedem Menschen seine unverlierbare Würde gibt.“ Als herausragend bezeichnete Schlaudraff Eva Glocks Mitgliedschaft in der Württembergischen Evangelischen Landessynode während der Jahre 1995 bis 2019. In diesen über 24 Jahren habe Sie ihre eigenen Akzente gesetzt. „Zugleich steht ihr Name für Kontinuität und Verlässlichkeit der synodalen Arbeit.“ Nüchtern habe Eva Glock den Veränderung der kirchlichen Landschaft ins Auge gesehen, „das freilich mit einer Vision von Kirche, die weiterhin Volkskirche sein will und sich nicht aus der Gesellschaft auf die Gemeindekerne zurückzieht.“ Dr. Schlaudraff wies darauf hin, dass Frau Glock nach wie vor als Mitglied der Synode der EKD Verantwortung für den gesamtdeutschen Raum übernimmt. Zugleich gilt ihr Augenmerk der Kirche vor Ort: Seit der Kirchenwahl ist Mitglied des Kirchengemeinderats der Paulus-Wald-Kirchengemeinde in Heidenheim und wurde bei der Bezirkssynode in den Kirchenbezirksausschuss gewählt.

Bei der Verleihung der Brenzmedaille an den früheren Bürgermeister von Hermaringen, Kurt Keller, hob Dekan Dr. Schlaudraff dessen hohen ehrenamtlichen Einsatz für das gottesdienstlichen Leben im gesamten Kirchenbezirk hervor. Keller leite als Prädikant jährlich 20-30 Gottesdienste am Sonntagvormittag. Das geschehe bei Krankheitsvertretungen teilweise auch sehr kurzfristig. Einmal, so der Dekan, habe er Kurt Keller in der Nacht zum Sonntag gegen 23:00 Uhr angerufen und Keller habe Predigt und Liturgie am frühen Morgen übernommen.

Herausragend sei Kellers Einsatz im sozialen Bereich, bis vor kurzem als Vorsitzender der Lebenshilfe, und im kirchlichen Bereich als erster Vorsitzender der Bezirkssynode seit nunmehr über 15 Jahren. „Wir in der Bezirkssynode kennen Herrn Keller als unseren Vorsitzenden, gelassen, souverän – auch wenn Strittiges angesagt war – aber zugleich mit brennendem Herzen und wachem Verstand für den Auftrag der Kirche, die Sache mit Gott, das Wort Jesu“, sagte der Dekan. Keller habe sich nicht selbst in den Vordergrund gespielt, „aber wo wir ihn gebraucht haben, war er da – manchmal wie ein Fels in der Brandung, gewiss nicht unkritisch, aber immer solidarisch.“

Bürgermeister a.D. Keller war vor der Ehrung zum 1. Vorsitzenden der Bezirkssynode ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung wiedergewählt worden. Er hatte vor der Wahl mitgeteilt, dass er für diese Aufgabe nur für eine Übergangszeit zur Verfügung steht bis ein neuer Dekan eingearbeitet ist.